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Die Seen verlieren Sauerstoff

Folge der Klimaerwärmung: Dramatische Konsequenzen für Artenvielfalt und Trinkwasserversorgung

(Münster/Düsseldorf) – Mit großer Sorge verfolgt der Landesvorstand der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen die alarmierenden Nachrichten zum Zustand unserer Seen. In Folge des Klimawandels geht hier der Sauerstoffgehalt, vor allem in tieferen Schichten, dramatisch zurück. Die ÖDP NRW fordert von der Landesregierung, diese negativen Folgen des Klimawandels auf die Wasserqualität durch gewässerbauliche Maßnahmen abzumildern.

Nach einer Untersuchung eines internationalen Forscherteams unter Leitung des US-amerikanischen Renssalaer Polytechnic Instituts nimmt der Sauerstoffgehalt der Süßwasserseen um ein Vielfaches schneller ab als in den Ozeanen. So sank der Sauerstoffgehalt im tiefen Wasser von Seen innerhalb der letzten 49 Jahre um 19 %.

Höhere Lebewesen brauchen Sauerstoff. Geht dieser verloren, ist mit einem deutlichen Artenverlust zu rechnen. Auch vermehren sich in Abwesenheit von Sauerstoff methanogene Archaebakterien, die ohne Sauerstoff wachsen und verstärkt das starke Treibhausgas Methan produzieren. Diese erhöhte Methanproduktion verstärkt dann zusätzlich die Erderwärmung.

Für die ÖDP NRW besteht daher die Notwendigkeit, durch wasserbauliche Maßnahmen der Verminderung des Sauerstoffgehalts in den Seen entgegenzutreten und somit einen wichtigen Beitrag für den Arten- und Klimaschutz zu leisten.

 

Quelle : https://www.nature.com/articles/s41586-021-03550-y

 

 

Bildquelle: Pixabay_TeeFarm